Grundgedanken zum Hund
Training mit dem Hund - mal aus emotionaler Sicht betrachtet,
denn genau dies tun wir in der restlichen Zeit unseres Zusammenlebens mit unserem Hund auch.
 
Bevor wir uns einen Hund ins Haus geholt haben, haben wir uns im besten Falle Gedanken darüber gemacht, wie der neue Partner unser Leben bereichern soll. Hier gibt es eine Bandbreite von Antworten, von Familienbegleiter bis Gebrauchshund.
Und das ist völlig in Ordnung.
Was hier aber nicht passieren sollte!
Sich selbst etwas schön reden und seine Ansprüche verbiegen, nur um den optisch passenden Hund zu bekommen oder Wartezeit zu verkürzen. Der Boomerang wird kommen, wenn das Wesen und die Zuchtmerkmale langfristig nicht zu deinen Grobzielen passen.
Du bist gefrustet, aber es liegt natürlich am unfähigen Hund!
Wer die Anforderungen an den Hund kennt, sollte sich nun nochmals an die eigene Nase fassen!
Bin ich in der Lage langfristig auch diesem Hund zu bieten, was ich mir von ihm wünsche und was ich geplant habe?
Hundeausbildung ist ein Marathon, kostet Zeit, Geld und Nerven. Und der ausgebildete Hund möchte natürlich auf diesem Arbeitslevel gehalten werden. Ganz egal, ob es der perfekte Rückruf im Alltag ist oder der sichere Apport auf der Jagd.
Nun wurde dies alles mit "JA!" beantwortet und der Hund zieht ein. Er bringt natürlich gewisse Zuchtmerkmale mit, mehr aber auch nicht! Diese Anlagen zu fördern und zu fordern liegt in deiner Hand und/oder in der Hand eures Trainers.
Wie groß der Anteil der Menschen in diesem Gefüge ist, darüber kann man streiten. Ist es 50/50 oder 30/70(Hund/Mensch).
Ich persönlich denke, dass gutes, strukturiertes und kontinuierliches Training locker 70% ausmachen können.
Wichtig finde ich aber, und das wird in einer Leistungsgesellschaft, immer mehr vernachlässigt, die individuelle Möglichkeit zu sehen, die der Hund mitbringt. Die jedes Individuum mitbringt. Jeder von uns hat für gewöhnlich zwei Beine, warum sprinten manche also wie eine Schnecke und andere stellen Rekorde auf oder werden in Nationalmannschaften berufen?
Warum kann ich gut Fußball spielen, habe aber eine Hand-Augen-Koordination jenseits von Gut und Böse? Aus mir wäre nie ein guter Basketballspieler geworden, für eine solide 3 im Sportunterricht hat es aber gereicht.
Auch einem Hund sind Leistungsgrenzen gesetzt, da kann der Stammbaum noch so gut zu lesen sein und das Training noch so gut strukturiert. Vielleicht spielen körperliche Merkmale eine Rolle oder der Charakter des Hundes?
*aber ist das schlimm?*
Wessen Ego wird verletzt, wenn Ziele nicht im gesetzten Rahmen erreicht werden?
Wer ist enttäuscht, wenn ihr am Ende einer 1000m Fährte mit einem oder zwei Abrufen ans Stück kommt.
Nicht euer Hund, der euch freudestrahlend ansieht und stolz ist, dass er euer Stück gefunden hat!
Nicht jeder Hund ist Leistungssportler, nicht jeder Hund ein Überflieger.
Leistungsprüfungen heißen nicht umsonst so, könnte jedes Team diese Prüfungen immer und jederzeit mit Bestleitung abrufen, bräuchten wir kein Punktesystem. Diese Prüfungen sollen der Selektion dienen, um die Zucht zu verbessern bzw deren Standard zu erhalten.
Es ist also gar nicht vorgesehen, dass hier jeder Hund bestehen kann oder den 1.Preis abräumt.
Tagesform und das Quäntchen Prüfungsglück spielen da auch eine Rolle...
Alle Hunde sind abseits dieses Wertesystems aber doch gute Begeiter im Revier oder im Alltag.
Ein Hund, der im dritten Preis bestanden hat, findet für gewöhnlich das Reh nach kurzer Totsuche ebenso zuverlässig oder bringt die Taube vom Feld, wie der Tagessieger einer Prüfung.
Und warum wird das Nichtbestehen, das Nichtkönnen immer dem Hund zugeschrieben?
viel zu oft hat der Mensch Fehler im Aufbau gemacht, sei es durch falsches Timing im Training, durch zu späten Einstieg in selbiges, hat zu wenig Zeit investiert, weil der Alltag es nicht zuließ usw.
Manche Hunde leiden unter der beginnenden Pubertät, können wegen Umbau im Kopf bekannte Leistung just in diesem Moment einfach nicht abrufen, wo der Prüfungstermin dies aber verlangt.
Und bei wie vielen Hundeführern ist das Feinziel zu Beginn so detailliert ausformuliert, dass man ab Tag1 alles darauf auslegen wird?
Wenn bei mir das Telefon klingelt und man sich unterhält, ist meist ein schwammiges Grobziel vorhanden.
Das ist nicht schlimm, aber dann muss man im Laufe des Trainings noch schauen, was in der verbleibenden Zeit bis Tag x noch erreichbar ist, besonders wenn der Hund am Tag des Anrufes schon älter ist oder auch schon in der Pubertät.
Dieser Text soll kein Freifahrtsschein dahingehend sein, dass man sich keine Ziele stecken soll.
Ziele, auf die man hinarbeitet, sind immer lohnenswert. Man sollte sich aber selbst hinterfragen, ob dieses Streben nach immer besseren Ergebnissen vielleicht dazu führt, dass man den Partner Hund an seiner Seite ständig als "zu schlecht" betrachtet.
Frust im Training und im Zusammenleben ist immer ein schlechter Partner.
Frust und die eigenen, möglicherweise zu hoch gesteckten Ziele, lassen Training für den Hund häufig unfair werden bzw. zu Mitteln greifen, die ich als tierschutzrelevant ansehe und die es vor dem Gesetz auch sind!
Muss ich einen Hund 11Tage hungern lassen, damit er den Fuchs apportiert, um noch in diesem Frühjahr die Btr. zu schaffen?
Warum analysiere ich nicht den Trainingsaufbau und finde das Problem und arbeite dann nachhaltig daran.
Warum muss ich einen Hund mit Stromschlägen strafen, damit er ins Wasser geht?
(beides Beispiele, die mir mit stolz geschwellter Brust erzählt wurden).
Kann ich nicht akzeptieren, dass eine Meisterprüfung mit diesem individuellen Hund evtl noch oder auch nie eine Option sein wird?
Dass Zucht mit diesem viel versprechende Hund eben nicht stattfinden kann, weil er den Zuchansprüchen nicht gerecht wird?
Zucht sollte auch auf das Wesen achten, die Elterntiere müssen wesenstarke, willensstarke und mental belastbare individueen sein.
Sie müssen in der Grundeinstellung "wollen".
Aber auch privat, ohne vermeintlichen Leistungsdruck gibt es falschen Ehrgeiz.
Muss ich zu Strom greifen, schön versteckt under einem bunten Halstuch, weil mein Tierschutzhund mit Vorgeschichte nicht so abrufbar ist, wie der gemütliche Hund von Frau Müller von nebenan?
Ja, auch konsequentes Durchsetzen gehört im Training dazu.
Ich unterscheide aber persönlich, ob ein Hund die gestellte Aufgabe bewältigen kann, weil er ähnliches schon gezeigt hat, oder ob er mir durch sauberes Meideverhalten seine aktuelle Grenzen anzeigt.
Ich schaue auf das gesamte Team und beobachte auch den Halter.
Hat dieser schon im Vorfeld Fehler gemacht, wird es immer schwieriger im Training.
Gemachte Lernerfahrungen kann man nicht löschen.
Es gibt so Momente im Training.
Das letzte Bisschen, was einfach fehlt. Hunde, die eine 600m Fährte arbeiten, aber auch nach Wochen im Training keine konstante Konzentration darüber hinaus halten können. Hunde, die sich auch nach Wochen am Fuchs übergeben müssen.
 
Die Hardliner werden beim Lesen dieser Zeilen den Kopf schütteln, sich aufregen und sagen, dass der Gebrauchshund zu funtkionieren hat. Euch werde ich nicht umstimmen, wir werden keinen gemeinsamen Nenner finden.
Hundehaltern und Hundeführern, die mit ihren Hunden arbeiten und sie dabei als Wesen mit physischen und psychischen Leistungsgrenzen, Schwächen und Stärken akzeptieren und ihnen auch schlechte Tage und längere Lernphasen eingestehen,
nehme ich mit diesen Worten aber evtl den stetigen Druck, den sie sich selbst zu häufig machen, weil man sich ständig vergleicht.
Denn natürlich ist die heile Welt der sozialen Palttformen, auf der wir uns fast alle bewegen, auch immer ein "Lauf der Eitelkeiten".
Sehen und gesehen werden und bitte immer von der besten Seite!
Ich versuche daher auch Momente einzufangen und auf den sozialen Plattformen zu zeigen,
die nicht rund laufen, wo man Training anpassen musste, denn das ist die Realtiät.
Und wenn am Ende des Trainings, die Prüfung zeigt, dass ihr eine solide und gute Leistung im 2. oder 3. Preis abgeliefert habt,
dann ist das kein Versagen!
Wenn das Projekt Freilauf euch am Ende eine Freilaufquote von 75% gebracht hat, dann seht es auch genau so
und zieht euch nicht permanent an den fehlenden 25% runter!
Wer sein bestes Gegeben hat, der kann nicht verlieren!

Zusammenfassung meines Trainingsansatzes:

Spaziergänge sind gemeinsame Jagdausflüge!

Du solltest Spaß daran haben, dich aktiv mit dem Hund zu beschäftigen.

Das Training bei den solinger Jagdnasen zielt auf die langfristige Verbesserung der Orientierung am Halter ab.

Gerade am Anfang der gemeinsamen Arbeit kann es langwierig sein und langsam vorangehen – hier gilt es Durchhaltevermögen zu beweisen, nicht sofort aufzugeben und weiterzumachen. Dies gilt auch für den Einsatz des Clickers! 

Auch in der Ausbildung des Jagdgebrauchshundes konzentriere ich mich nicht nur auf die Prüfungsfächer.

Ich möchte erreichen, dass ihr im Revier und im Alltag ein Team werdet, wo sich der Hund vertrauensvoll von seinem Hundeführer leiten lässt.
Training ist jedoch nicht statisch und wird daher immer wieder flexibel angepasst!

 

 

Was tue ich, als Trainerin, für dich?

  • Vermittlung von nötigen Hintergrundwissen / Theorie
  • Anleitung zu den einzelnen Trainingsschritten, um dein Feinziel zu erreichen
  • Aufbau alternativer Auslastungsmöglichkeiten
  • Ein offenes Ohr für eure individuellen Lebensumstände und Schwerpunkte.

Was gibt es bei den Jagdnasen nicht?

  • Einheitstraining nach Schema F
  • Massenabfertigung in den Gruppen
  • Desinteresse an euch als einzigartiges Team
  • Vergleiche und Konkurrenzdenken 
  • kurzfristigen Erfolg um jeden Preis ( Schmerz, Meidemotivation u.ä.)

 

 

Schwerpunkt im Jagdgebrauch

  • Orientierung am Halter und Steadiness
  • Gehorsamsfächer laut PO NRW
  • Fährtenarbeit
  • Grundlagen im Apport
  • Alltagtraining

 

Schwerpunkt des Familienhundes

  • Orientierung am Halter
  • Grundgehorsam
  • Jagdersatztraining (Apport, Nasenarbeit usw)

 

 

Trainingsmethodik

Ich nutze einen ganzheitlichen Ansatz und betrachte das Team losgelöst von der Trainingsproblematik, um nicht nur Symptome zu behandeln, sondern Ursachen zu verändern.

Um dies zu erreichen findet vor dem Training immer ein Erstgespräch statt, um eure Feinziele zu ermitteln, danach steigen wir in das Grundtraining ein, um die Basics zu festigen. Folgend schließt sich dann das Aufbautraining an, wo unter erhöhter Reizlage und Ablenkung trainiert wird.

Wichtig ist jedoch immer, dass die Hauptarbeit im Alltag stattfinden muss. Im Training werden Impulse gegeben.

Trainingswerkzeuge

Wo immer es möglich ist, arbeite ich mit dem Clicker als Sekundärverstärker und der operanten Konditionierung.

Desweiteren nutze ich das duale Feedback als Kommunikationsmittel zwischen Mensch und Hund. Neben dem Erarbeiten von Kommandos, steht besonders auch immer die Beziehung im Vordergrund. 

 

 

Zusammenarbeit

Häufig ist der Austausch mit Kollegen oder Experten aus anderen Branchen sinnvoll. Mir steht mit der Hundeschule „MfP – mit freundlichen Pfoten“ eine kompetente Trainerin zur Seite. Ebenso nutze ich den Austausch mit einer Hundephysiotherapeutin und einer Hundeernährungsberaterin, um gesundheitliche Ursache für ein Verhalten auszuschließen oder das Training sinnvoll zu unterstützen.

 

Die solinger Jagdnasen und auch ich persönlich als Hundeführerin distanziere mich sowohl von Frau Vossen als auch von Herrn Schröder. Weder habe ich aktuell etwas privat mit diesen Personen zu tun, noch unterstütze ich deren Firmen und das damit verbundene Auftreten in der Öffentlichkeit und den Revieren im bergischen Land. In der Vergangenheit gab es den kurzfristigen Versuch der Zusammenarbeit, welcher jedoch recht schnell von meiner Seite aus beendet wurde.

Fotos und andere Medien, die sich im Internet leider noch finden lassen, sind nicht aktuell.

Seit knapp 1,5Jahren gibt es keinerlei Verbindung mehr und auch die Zusammenarbeit im Vorfeld

war zu keinem Zeitpunkt von Harmonie geprägt und daher nur von kurzer Dauer!

die  Jagdnasen übernehmen die Schirmherrschaft für den Jagdteckelkalender 2023 des Verlags "Neumann-Neudamm GmbH"

Ich bedanke mich für das Vetrauen und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in den kommenden Monaten!

Im Schilfrohr heute und morgen im Feld.

Im Walde verwiesen oder verbellt, Raubzeug gewürgt,

das Verlorene gebracht.

Das ist es, was den Gebrauchshund macht.

1900 im Vorwort des  DGStB 

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